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Eine Berufsgruppe im Förderprogramm

In einem Mehrgenerationen-Plattenbau ufert die rentnergemäße Winterruhe nicht aus.  Darin kann man nicht zu tief einbrechen, das machen oder macht ein jüngerer Mieter, dieses Mal in fünf  von acht Kellerräumen.
Halt mal wieder.


Im vorigen Jahr eignete sich jemand mein E-Bike aus dem verschlossenen Fahrradraum an. Jetzt therapiert er wohl seine drohende Dehydrierung mit acht Literflaschen Weißwein und zehn Flaschen Budweiser aus einem vollen Kasten aus meinem Keller. Mehr überstieg wohl seine Transportkapazität oder seinen angegriffenen Gesundheitszustand.


Der angerichtete Einbruchschaden nebst nun notwendigen technischen Verbesserungen zur Abwehr des wahrscheinlichen Wiederholungsfalles übersteigt bei weitem den Wert der erbeuteten Sore.

Nachts um halbzwölfe  rufe ich die 110 zur Besichtigung der Missetaten an.
Um halbeins frage ich dort nach, wie lange sich meine Nachtschicht hinziehen könnte. Diese Beamtenbeleidigung wurde mit sofortiger schroffer Beendigung des Gesprächs geahndet.

Gegen  01.00 Uhr wurde beamtlicherseits der Schaden besichtigt. Fünf Geschädigte bekamen ein Kärtchen mit der polizeilichen Vorgangs-Nr. hinter   ihre Keller-Nr. gesteckt. Zwei herbei gerufene Kriminalisten beendeten die polizeilichen Recherchen dann gegen 03.00 Uhr. Ich reparierte danach provisorisch den Einbruchschaden.

Hätte ich die Lokusfrau vom Hauptbahnhof um Hilfe gebeten, wäre der Effekt der gleiche gewesen, lediglich mit der Einschränkung, kein Kärtchen und auch nicht die demnächstige Amtsschreiben zu bekommen, daß der Täter nicht ermittelt werden konnte.
Ich durfte bereits vier derartige amtliche Mitteilungen bedauern, mehr aber noch die gängige Verfahrensweise, dass ihm im Umkehrfalle jeder Richter oder `Richterin` ohnehin hätte laufen lassen! Wozu die dann ermitteln?

Zur Entlastung dieser Bürokratie sollten die Beamten den Geschädigten diese amtlichen Mitteilungen doch gleich zusammen mit den Kärtchen der Vorgangs-Nr. aus einem Block reißen und übergeben!

In dem Unrechtsstaat DDR wurden solchen Kleinkriminellen weit weniger lukrativer Berufschancen eingeräumt.
Statt im Keller kriminalistisch mit drei Technik-Koffern  aufwändig nach irgendwelchen Spuren oder so und alles zu forschen, hätte am nächsten Morgen ein dreiminütiger „Stubendurchgang“ des ABV  in den Wohnungen des Plattenaufgangs gereicht, um den Täter mit dem Leergut der sicher schon einverleibten Beute oder den Restbeständen zu überführen. Kein unschuldiger Mieter hätte sich darüber mokiert.
Mein Fingerabdruck auf den einst eingestapelten Weinflaschen hätte dem Richter absolut genügt.
Genügt für eine Inhaftierung, in einem Gefängnis, nicht in einem Sanatorium, mit Sport- und Fitnessraum, TV, Biblio und wenn gewünscht, auch mit lecker Halal-Verköstigung.

Aber für so eine kuschelige Unterbringung muss der Kleinkriminelle heute schon erheblich Vorarbeit leisten!
Paar lumpige Kellereinbrüche  sind dafür bei weitem nicht ausreichend!
Die bewirken im äußersten Härtefall nur bei einem Richter „Gnadenlos“ eine Drei-Monats-Haft, auf Bewährung versteht sich!

Richtig besehen, Härte genug! Ein dreimonatiges Berufsverbot.  Drei Monate müsste das Handwerk schon ruhen, sonst droht ein wenig Haft, manchmal.
Der Berufsverband der Kleinkriminellen hätte m.E.n. dagegen vor dem Verfassungsgericht  eine reelle Chance!

Außer diesem Härtefall erhält diese Berufsgruppe allerdings jede nur denkbare Unterstützung zum Knacken auch der stabilsten Verriegelungen. Selbst  AMAZON  bietet Werkzeuge zur Schlossöffnung (Lockpicking Tool) in allen Ausführungen für Berufseinsteiger bis zum Experten. Durchsichtige Schlösser zum Erwerb des Grundwissens und ausgefeiltere Technik zum Vervollkommnen der Fähigkeiten. 

Anschauliche Videos für Jedermann als kostenloser Lehrgang zur alternativen Schlossöffnung mit zwei Schraubenschlüsseln oder einer Cola-Dose unterstützen diese Berufsförderung- und Weiterbildungsmaßnahmen.

Ein Grundrecht  jeden Bürgers im Rechtsstaat mit der freiheitlich demokratischen (Un)ordnung.

Eigentlich fehlt dem Berufseinsteiger bis zur Bildung des Startkapitals nur noch die finanzielle Förderung durch die Arge!

Und evt. noch der ständige Hinweis: Immer daran denken, nie eine Straftat nüchtern begehen.  Immer zugedröhnt zur Tat schreiten, eine Garantie für die Schuldunfähigkeit! Siehe § 323a StGB.  Selbst bei grausamsten Mord ergibt das eine Höchststrafe von 5 Jahren Haft  Und wer dort im Vollzug die Wärter immer freundlich grüsst, kommt evt. früher raus.

Ein  Rechtsstaat, der das Recht zu Tode pflegt!